Barnstorf 14.09.2019

30 Jahre IGEL Jubiläum
Die Krebsberatungsstelle feiert mit dem IGEL e.V.

Die Interessengemeinschaft Gesundes Leben feierte ihr 30-jähriges Bestehen und die Krebsberatungsstelle wird 15.

Auch für uns Zeit für eine kleine Bilanz:

Hätten Sie zum Beispiel gewusst?
…dass es seit dem Jahre 2009 über 6.000 Beratungskontakte gegeben hat und über 1.500 Personen in der Beratungsstelle oder auch zu Hause beraten wurden?
…dass die KBS im Jahre 2004 auf freiwilliger und ehrenamtlicher Basis gegründet und durchgeführt wurde?

…dass die KBS seit dem 01.08.2009 von der Deutschen Krebshilfe durch Übernahme der Personalkosten finanziert wird?
…dass der Landkreis Diepholz seit 2017 jährlich ca. 15.000 € für die sonstigen Kosten übernommen hat?
…dass der Weg in eine gesetzlich garantierte Regelfinanzierung noch nie so nah war, wie zum jetzigen Zeitpunkt?

Die Bemühungen der Vergangenheit haben sich ausgezahlt und die Politik hat einen ersten Gesetzesentwurf vorgeschlagen. Die Zukunft zu einem flächendeckenden kostenlosen Angebot für KrebspatientInnen sowie deren Angehörige steht in den Startlöchern.

Darüber freuen wir uns und blicken optimistisch in die Zukunft!

Es gibt eine neue Selbsthilfegruppe von Angehörigen von an Krebs erkranken Menschen in Twistringen

Die Krebsberatungsstelle Barnstorf möchte Sie heute in diesem Kurzartikel über eine neue Selbsthilfegruppe im Landkreis Diepholz informieren:

In Twistringen Ridderade treffen sich Menschen, die einen Angehörigen haben, der an Krebs erkrankt ist. Die Gründung der Selbshilfegruppe wird durch das Projekt “Kontakt, Information, Beratung im Selbsthilfebereich” unterstützt. Hier die Aussagen der Teilnehmer, die Ihre Selbshilfegruppe selbst beschreiben:

“Wir wollen als Angehörige Zeit für uns nutzen. Einfach einmal aus dem Alltag rauskommen. Wir wollen das sagen können was uns auf der Seele brennt und Ängste und Sorgen, ebenso wie Freuden und Hoffnungen teilen.”

Die neue Selbsthilfegruppe für Angehörige von Krebserkrankten freut sich, wenn sie noch weitere Angehörige zur Verstärkung bekommt. Die Gruppe trifft sich jeden ersten Do im Monat in Ridderade. Das nächste Treffen findet am 05. September um 19:00 Uhr statt.

Anmeldungen und nähere Informationen erhalten Sie bei Maren Mimus von der Selbsthilfekontaktstelle KIBiS 05442 8041267 oder bei Petra Dietrichs unter 0152/03226018

Link zu diesem Artikel von KIBiS: hier klicken

Weitere Links zu Selbshilfegruppen mit dem Thema Krebs finden Sie hier: hier klicken

Quelle: Maren Mimus, KIBiS
Editor des Artikels: Axel Theis, KBS

Video über die Krebsberatunsstelle

In einem kurzen Video über die Krebsberatungsstelle erfahren Sie, wie wir arbeiten und welche Beratungsleistungen wir anbieten.
› Video über die Krebsberatungsstelle abspielen

Video-Standbild, Herr Theis

Die Krebsberatungsstelle im IGEL e.V. fit für die Zukunft

Die Finanzierung der ambulanten Beratung von Krebspatienten soll bald bundesweit gesetzlich gesichert werden

Psychosoziale Beratung ist für viele Krebspatienten und deren Angehörige eine Hilfe, um mit den Anforderungen der Krankheit und deren Behandlung umzugehen. Derzeit sind in Deutschland 150 ambulante Beratungsstellen tätig. Die dafür benötigten Gelder kommen aus verschiedenen Quellen, zumeist aus Spenden. Diese Finanzierungsart ist dadurch leider sehr unregelmäßig und schwer planbar. Viele Beratungsstellen mussten bisher häufig fürchten, dass sie wegen der unsicheren Beschäftigung ihre Beraterinnen und Berater nicht durchgehend einsetzen können. Das Angebot aber soll doch für die Ratsuchenden verlässlich sein.

Die Bundesregierung möchte diese Unsicherheit durch eine gesetzliche Finanzierung dauerhaft beseitigen. Sie hat bereits 2008 in einem Nationalen Krebsplan festgelegt, dass alle Krebspatienten bei Bedarf eine angemessene psychoonkologische Versorgung erhalten sollen.

Die FDP Bundestagsfraktion hat sich nun mit einer Kleine Anfrage an die Bundesregierung nach dem Stand der neuen Gesetzgebung erkundigt. Die Bundesregierung antwortete am 28.01.2019, dass sie momentan Vorschläge zur Finanzierung der psychoonkologischen Versorgung erarbeiten will. Das Ziel sei weiterhin die „Sicherstellung einer bedarfsgerechten, qualitätsgesicherten und nachhaltig finanzierten ambulanten psychosozialen Krebsberatung.“

Die Bundesregierung möchte demnach auch bewährte Beratungsstellen erhalten, wenn sie die entsprechenden Anforderungen nach Fachlichkeit und Qualität erfüllen. Dabei geht es zukünftig sowohl um eine bedarfsgerechte Ausstattung der Beratungsstelle als auch um die hohen Ausbildungsstandards für Beraterinnen und Berater. Ein konkreter Zeitpunkt für die Umstellung wurde allerdings von der Bundesregierung noch nicht genannt.

Für unsere Krebsberatungsstelle im IGEL e.V. in Barnstorf bedeutet das, dass wir eine sehr gute Perspektive sehen, unsere landkreisweite Arbeit kontinuierlich fortzusetzen, denn wir erfüllen die bislang bekannten Qualitätskriterien, die es in Zukunft zu erfüllen gilt, bereits heute und sind damit auf Veränderungen der Finanzierungsbedingungen sehr gut vorbereitet.

Autor:
Axel Theis, Dipl.-Psych.
Psychoonkologe (WPO/DKG)
Krebsberatungsstelle Barnstorf

Link: Presseerklärung

Mehr zur konzeptionellen Umsetzung der Krebsberatung in der KBS Barnstorf:

Vortrag zum Thema
Psychosoziale Onkologie und Praxis der ambulanten Krebsberatung im Landkreis Diepholz
“ 2019_vortrag_kbs_1.2_redux.pdf

ICH BIN UND ICH WERDE

Thema: Krebsprävention und Krebsfrüherkennung

Die Welt-Krebsorganisation (UICC) ruft auch 2019 wieder besonders dazu auf, die Möglichkeiten der Krebsprävention und der Krebsfrüherkennung bekannter zu machen und über Neuerungen bei Diagnose, Therapie und Nachsorge verstärkt zu informieren. Die Deutsche Krebshilfe nimmt dies zum Anlass, um Interessierte, Betroffene und Angehörige über das Thema Krebs aufzuklären.

Auf der Webseite der Deutschen Krebshilfe werden dazu stets aktuelle Informationen angeboten. Allgemeinverständliche Informationsmaterialien stehen kostenlos zur Verfügung. Auf der Seite wird auch ein Bestellschein zum Download bereitgestellt, mit dem Sie alle Materialien bei der Deutschen Krebshilfe anfordern können. Darüber hinaus gibt es eine aktuelle Mitmachaktion unter dem Titel „Erzähl Deine Geschichte“ auf der Facebook-Seite der Deutschen Krebshilfe.

Mehr Informationen:
https://www.krebshilfe.de/informieren/ueber-krebs/weltkrebstag-2019/


Nu män tou! Barnstorfer helfen Leben retten!

Typisierungsaktion mit der DKMS

Samstag, 9. Februar 2019 14:00 bis 17:00 Uhr
In der Christian-Hülsmeyer-Schule, Walsener Str. 2, 49406 Barnstorf

Initiiert wurde die Aktion von der Krebsberatungsstelle IGEL. e.V. in Kooperation mit der Freiwilligenagentur sowie den Landfrauen. Wer gesund und zwischen 17 und 55 Jahren alt ist, kann mitmachen und hat vielleicht die Chance, einem Patienten mit Blutkrebs das Leben zu retten. Auch Geldspenden werden benötigt, da der gemeinnützigen DKMS Kosten in Höhe von 35 Euro je Spender entstehen.

Alle 15 Minuten erkrankt allein in Deutschland ein Mensch neu an Blutkrebs. Auch Kinder und Jugendliche sind betroffen. Für viele Patienten ist eine Stammzellspende die einzige Überlebenschance. „Noch immer findet jeder 10. Patient von ihnen keinen passenden Spender. Das ist der Grund, weshalb wir so viele freiwillige Stammzellspender brauchen“, weiß Jennifer Hamade, Psychoonkologin und Leitung der Krebsberatungsstelle. „Blutkrebs kann jeden treffen. Erst vor kurzem gab es auch hier in der Region einen Fall. Glücklicherweise war keine Stammzellspende notwendig und gleichzeitig sind wir dadurch auf dieses wichtige Thema aufmerksam geworden.“

Da die letzte Registrierungsaktion in der Region bereits viele Jahre zurückliegt, sei nun gemeinsam mit der Kollegin Jessica Hinrichs, Koordinatorin der Freiwilligenagentur, die Idee entstanden, selbst einen Aufruf zu starten. „Wir sind immer wieder auf der Suche nach neuen sinnvollen Projekten im ländlichen Raum. Ich freue mich riesig, dass wir mit den Landfrauen – mit Ute Kemper als engagiertes Vorstandsmitglied – einen starken Kooperationspartner für die Aktion an unserer Seite haben“, so Jessica Hinrichs. „Wir hoffen natürlich, dass viele Menschen mitmachen und wir dadurch möglichst vielen Patienten eine Überlebenschance ermöglichen können!“

Mitmachen kann grundsätzlich jeder gesunde Mensch zwischen 17 und 55 Jahren. Die Registrierung geht einfach und schnell: Nach dem Ausfüllen einer Einverständniserklärung wird beim Spender ein Wangenschleimhautabstrich mittels Wattestäbchen durchgeführt, damit seine Gewebemerkmale im Labor bestimmt werden können. Spender, die sich bereits in der Vergangenheit bei einer Aktion registrieren ließen, müssen nicht erneut mitmachen. Einmal aufgenommene Daten stehen auch weiterhin weltweit für Patienten zur Verfügung.



Auch Geldspenden helfen Leben retten.

Mit 35 Euro zum Beispiel kann die DKMS einen neuen Stammzellspender finden, registrieren und die Gewebemerkmale im Labor typisieren.
DKMS-Spendenkonto: IBAN DE79700400608987000024, Verwendungszweck: JHC001

Die DKMS ist eine internationale gemeinnützige Organisation, die sich dem Kampf gegen lebensbedrohliche Blutkrebserkrankungen verschrieben hat. Unser Ziel ist es, so vielen Patienten wie möglich eine zweite Lebenschance zu ermöglichen. Dabei sind wir weltweit führend in der Versorgung von Patienten mit lebensrettenden Stammzelltransplantaten. Die DKMS ist außer in Deutschland in den USA, Polen, UK und Chile aktiv. Gemeinsam haben wir mehr als 8,5 Millionen Lebensspender registriert. Darüber hinaus betreibt die DKMS wissenschaftliche Forschung und setzt in ihrem Labor, dem DKMS Life Science Lab, Maßstäbe bei der Typisierung neuer Stammzellspender.

Vorstellung unseres neuen Mitarbeiters Axel Theis

Im Mai hat die Krebsberatungsstelle IGEL e.V. in Barnstorf Verstärkung bekommen. Axel Theis ist Diplom-Psychologe und bringt Erfahrungen aus der Arbeit in der Lebensberatung der Diakonie und dem Psychoonkologischen Klinikdienst mit. Das Beratungsteam ist nun zu dritt.
In seiner Arbeit in der Beratungsstelle kümmert sich Herr Theis im Rahmen des Projekts „Familien stärken“ besonders um die Belange von Kindern und Jugendlichen, deren Eltern von einer Krebsdiagnose betroffen sind.

Axel Theis: „Mit dieser Situation umzugehen ist keine leichte Aufgabe für die ganze Familie. Kinder jeden Alters merken schnell, wenn etwas nicht stimmt und leiden mit. Wir möchten mit unserem Angebot unterstützende Bedingungen dafür schaffen, dass Eltern mit Ihren Kindern gut darüber sprechen können, was in der Familie passiert.“
Die Beratungsstelle bietet als Hilfestellung nicht nur viele Informationen zum Thema Krebs, sondern auch Räume und Zeit für Gespräche, sowohl für die betroffenen Erkrankten als auch die Angehörigen.

Wenn man mehr wissen möchte oder unsicher ist, ob das Angebot überhaupt passend ist, kann man einen Probetermin vereinbaren und eine Beraterin oder einen Berater kennenlernen. Die Gespräche sind vertraulich und für die Ratsuchenden kostenlos.

Axel Theis

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe zu Besuch

Am 08.08.2017 war der normale Betrieb im IGEL e.V. eingestellt, denn Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe besuchte das Mehrgenerationenhaus – für alle MitarbeiterInnen kein alltägliches Ereignis. Der Besuch beinhaltete die generelle Vorstellung des IGEL e.V. und die dazugehörigen Projekte, und außerdem eine Führung durch das Gebäude des IGEL e.V.. Diese beinhaltete die Krippe Igelbande, den offenen Treff, die Selbsthilfekontaktstelle und endete schließlich in der Krebsberatungsstelle, welche das zentrale Thema dieses Besuchs war. In der Vergangenheit bestand sehr viel Ungewissheit über die Zukunft und speziell die Finanzierung der Krebsberatungsstelle, was unter unseren Mitarbeiterinnen zu sehr großer Verunsicherung, Frustration und auch Kündigungen führte.Die Deutsche Krebshilfe hat nun bereits eine weitere Förderperiode für 2018 zugesagt, damit die Zukunft jedoch auf Dauer gesichert ist und das Arbeiten in der Krebsberatungsstelle nicht durch finanzielle Sorgen gestört wird, muss eine gesetzliche Regelfinanzierung geschaffen werden.


Hermann Gröhe im Gespräch mit Jennifer Hamade




Dies war auch die eindringliche Bitte, die Wilfried Heitmann, Vorstandsmitglied des IGEL e.V., dem Bundesgesundheitsminister stellte: „Schaffen sie die notwendige, gesetzliche Finanzierung und sichern Sie für mindestens acht Millionen Betroffene den niedrigschwelligen Zugang zu einer schnellen und unbürokratischen Unterstützung“.

Zu unserer großen Erleichterung fand Herr Gröhe klare Worte, versprach diese Bitte zu erfüllen und äußerte seine Überzeugung, dass eine Regelfinanzierung ab 2019 unbedingt notwendig sei. Gerade zur Unterstützung von Langzeitüberlebenden, die aufgrund verbesserter Krebstherapien stetig steigen, sind psychosoziale Beratungsstellen nicht mehr wegzudenken.

Des Weiteren seien schon die ersten Schritte eingeleitet um den Weg zur Regelfinanzierung zu sichern und er versicherte außerdem das dies auch in Bezug auf die anstehende Bundestagswahl gültig wäre, da sich die Parteien über die Notwendigkeit einer Regelfinanzierung einig wären. Ein erfolgreicher Besuch also – auch wenn aufgrund des begrenzten Zeitrahmens nicht jeder letzte Zweifel geklärt werden konnte, sind wir doch sehr zufrieden über die klaren Aussagen der Politik und hoffen nun ungehindert unsere essentielle Beratungsarbeit fortzusetzen.

Positionspapier

Die Deutsche Krebshilfe e.V. und die Deutsche Krebsgesellschaft e.V. haben im Juli 2012 ein Positionspapier an den ehemaligen Bundesminister für Gesundheit, Herrn Daniel Bahr, gerichtet. Dieses Positionspapier soll zur Sicherung und Weiterentwicklung der ambulanten psychosozialen Krebsberatungsstellen beitragen. Das Ziel ist die Festigung der Finanzierung und somit eine Übernahme in die Regelversorgung. Näheres lesen Sie bitte unter folgendem Link.

Psychosoziale Krebsberatungsstelle

IGEL e.V.

Die Krebsberatungsstelle wird von der Deutschen Krebshilfe e.V. bis 2019 gefördert. Sie arbeitet qualitätsgesichert nach den AWMF-
Leitlinien. Im Netzwerk der geförderten 20 Krebsberatungsstellen wird an der Implementierung der qualitätsgesicherten ambulanten psychosozialen Krebsberatung und an der Umsetzung des Nationalen Krebsplans (Ziel 9 Handlungsfeld 2) gearbeitet.